Druse beim Pferd: Symptome, Ansteckung & Hygiene | AnoKath® Zu Inhalt springen

Ratgeber Pferd · Stallhygiene bei Druse

Druse beim Pferd: Symptome & Hygiene mit AnoKath®

Fieber, eitriger Nasenausfluss, dicke Lymphknoten im Kehlgang: Druse ist hochansteckend und wandert über Tränken, Eimer, Putzzeug und Hände durch den Stall. So erkennst du sie früh und desinfizierst den Stall mit AnoKath® Stallhygiene.

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Druse erkennen: Symptome

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Von Ina & Armin Amberg, Sachverständige für Tiergesundheit, Hygiene und Infektionsschutz · Aktualisiert: Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Druse beim Pferd?

Druse ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der oberen Atemwege beim Pferd, ausgelöst durch Streptococcus equi equi. Typisch sind Fieber, eitriger Nasenausfluss und geschwollene Lymphknoten im Kehlgang, die zu Abszessen werden und aufbrechen. Die Pferdekrankheit Druse gehört weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Pferden.

Erste Anzeichen: Fieber von 39,4 bis 41,1 °C, 24 bis 48 Stunden später eitriger Nasenausfluss, Mattigkeit und dicke Lymphknoten unter dem Kiefer.

Ansteckung: von Pferd zu Pferd und über Tränken, Eimer, Putzzeug, Halfter, Hände und Kleidung; die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage.

Was hilft im Stall: Tränken, Tröge, Boxen und Zubehör mit AnoKath® Stallhygiene desinfizieren: 99,999 % Keimreduktion, 3 bis 5 Minuten Einwirkzeit, auch im belegten Stall.

Für das Pferd: offene Abszesse mit AnoKath® AniSeptica Pet versorgen, die Atemwege mit Natursole und Atemfit pflegen, AnoKath® Liquid über das Futter geben.

Ein Pferd frisst plötzlich schlecht, hat Fieber, und am nächsten Tag sind die Lymphknoten im Kehlgang dick: Kommt die Pferdekrankheit Druse in den Stall, zählt jeder Tag – für das kranke Tier und für alle anderen Pferde.

Denn Druse bei Pferden wird nicht nur von Nase zu Nase weitergegeben, sondern über alles, was mit Nasensekret und Eiter in Berührung kommt. Genau hier setzt das AnoKath® 5-Säulen-System an: AnoKath® Stallhygiene für Flächen, Tränken und Zubehör, AnoKath® AniSeptica Pet für offene Abszesse, Natursole und Atemfit für die Atemwege und AnoKath® Liquid über das Futter für die Genesung.

Säule 1 · Stall und Zubehör

Was hilft bei Druse im Stall? AnoKath® Stallhygiene

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Geprüfte Wirkung: bakterizid, levurozid, fungizid und begrenzt viruzid plus; reduziert 99,999 % der Keime im Stallbereich.

Für Infektionsketten: für die gründliche Desinfektion nach Krankheitsfällen – Boxen, Wände, Tränken, Tröge, Putzzeug, Eimer und Geräte.

Im belegten Stall: ohne Wartezeiten, pH-neutral, alkoholfrei und ohne stechende Dämpfe, auch in Anwesenheit der Tiere.

Mit Depotwirkung: wirkt auf den desinfizierten Flächen nach; pur oder 1:2 bis 1:5 mit destilliertem Wasser, 3 bis 5 Minuten Einwirkzeit.

Registriert: Biozidprodukt, BAuA-Reg.-Nr. N-95573, ADMR-konform, in 1, 5, 10 und 20 Litern.

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Stall desinfizieren in 5 Schritten

Wie viel brauchst du? Rechenbeispiel Pferdebox (3 × 3,5 m, Wände 2,5 m hoch, rund 43 m²): Die Desinfektions-Richtlinie des Friedrich-Loeffler-Instituts nennt mindestens 0,4 Liter Gebrauchslösung je m², also rund 17 Liter. Verdünnt 1:5 sind das rund 3 Liter AnoKath® Stallhygiene je Box: Der vorgewählte 5-Liter-Kanister reicht für knapp 2 Boxen, 10 Liter für gut 3, 20 Liter für knapp 7, dazu kommt die tägliche Desinfektion von Tränken und Trögen. Ein Beispiel, keine feste Vorgabe; mehr im Ratgeber Stalldesinfektion. Fragen? Kostenlose Beratung unter 0800 5466446.

Das AnoKath® 5-Säulen-System

Das 5-Säulen-Management für Stallhygiene und Rekonvaleszenz

Säule 1 ist die Hygiene im Stall. Die Säulen 2 bis 5 begleiten das Pferd selbst: von der Haut rund um offene Abszesse über die Atemwege bis zur Fütterung in der Genesung.

Säule 2 · Abszesse

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Wundspray für aufgebrochene Abszesse und die Haut rundherum

3–4 ml je Stelle · brennt nicht

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Säule 3 · Atemwege

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Reine Sole zum Inhalieren, befeuchtet die Schleimhäute

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Für eine Kur: 5 Liter, günstiger je Liter

Säule 4 · Inhalation

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Inhalationskonzentrat, geprüft gegen Bakterien, Viren und Pilze

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Säule 5 · Futter

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Alle fünf Produkte sind ADMR-konform. Bei der BAuA registriert, unter anderem: Stallhygiene N-95573, AniSeptica Pet N-108389 und Atemfit N-72962 (dort als „Atemfit und Seuchenprävention“). Die Natursole ist ein reines Pflegeprodukt aus Wasser und Salz, AnoKath® Liquid ein Ergänzungsfuttermittel.

Symptome und Bilder

Druse beim Pferd: Symptome erkennen

Das erste Zeichen ist fast immer Fieber. 24 bis 48 Stunden danach zeigen sich die typischen Druse-Symptome, vor allem am Kopf des Pferdes:

So sieht Druse beim Pferd aus

1 Nüstern: schleimiger bis eitriger, oft gelblicher Nasenausfluss

2 Kehlgang: geschwollene Lymphknoten unter dem Kiefer

3 Hinter dem Kiefer: geschwollene Lymphknoten am Rachen, das Pferd schluckt schwer

4 Abszess: der Lymphknoten reift zum Abszess und bricht auf, Eiter läuft aus

5 Fieber: 39,4 bis 41,1 °C, meist das allererste Zeichen

Fieber zuerst

Fieber von 39,4 bis 41,1 °C kommt meist vor allen anderen Zeichen. Etwa 2 bis 3 Tage nach dem ersten Fieber beginnt das Pferd, Erreger auszuscheiden.

Eitriger Nasenausfluss

Aus den Nüstern läuft schleimiges bis eitriges Sekret. Es ist ansteckend und landet an Tränke, Boxenwand und Halfter.

Dicke Lymphknoten

Die Lymphknoten im Kehlgang schwellen an, reifen oft zu Abszessen und brechen nach außen auf.

Schluckbeschwerden

Sind die Lymphknoten hinter dem Kiefer betroffen, schluckt das Pferd schwer, atmet beim Einatmen hörbar und streckt Kopf und Hals. Viele Pferde fressen dann schlecht.

Mattigkeit

Das Pferd wirkt matt und hat wenig Appetit. Halte es warm, trocken und staubarm und biete ihm schmackhaftes Futter an.

Milder Verlauf

Ältere Pferde, die schon einmal Druse hatten, zeigen oft nur Schleim aus der Nase, Husten und leichtes Fieber. Darum misst du im Ausbruch bei allen Pferden Fieber.

Ansteckung

Ansteckung: Wie überträgt sich Druse im Stall? Inkubationszeit und Übertragung

Der Erreger Streptococcus equi equi ist stark an Pferde angepasst und löst die Krankheit vor allem bei Pferden, Eseln und Maultieren aus. Er gelangt über Nase und Maul in den Körper, die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage. In der Regel scheidet ein erkranktes Pferd den Erreger zwei bis drei Wochen aus; bis zu 10 % der erkrankten Pferde werden zu Dauerausscheidern, bei denen er sich in die Luftsäcke zurückzieht und über Jahre immer wieder mit dem Nasensekret herauskommt.

Weitergegeben wird Druse direkt von Pferd zu Pferd und über alles, was mit Nasensekret und Eiter in Kontakt kommt: Tränken und Wasserbehälter, Eimer, Futtertröge, Putzzeug, Halfter, Hände, Kleidung und Schuhe. Auch Fliegen tragen den Erreger mit. Nässe und Kälte verlängern sein Überleben: In einer Studie hielt er sich im Winter an nassen Stellen bis zu 34 Tage, an trockenen bis zu 13 Tage.

So wandert Druse durch den Stall

Ausscheiden

Etwa 2 bis 3 Tage nach dem ersten Fieber gibt das kranke Pferd Erreger über Nasensekret und Eiter ab.

Kontaktflächen

Das Sekret landet an Tränken, Eimern, Trögen, Boxenwänden, Halftern und Putzzeug.

Hände und Kleidung

Wer vom kranken zum gesunden Pferd geht, trägt die Erreger an Händen, Kleidung und Schuhen weiter.

Das nächste Pferd

Ein Pferd nimmt den Erreger über Nase oder Maul auf. Nach 3 bis 14 Tagen bekommt es Fieber.

Die Folge: Ohne konsequente Hygiene zieht sich ein Ausbruch über Wochen durch den Stall. Stall und Paddocks gelten noch etwa 2 Monate nach dem Ende als belastet. Darum zählen jetzt Trennung, Fiebermessen und gründlich desinfizierte Kontaktflächen mit AnoKath® Stallhygiene.

Was tun? Zu den 5 Schritten

Was tun?

Druse beim Pferd: Was tun? Die 5 wichtigsten Schritte im Stall

So ordnest du den Stall vom ersten Fieber an und begleitest das kranke Pferd mit dem AnoKath® 5-Säulen-System.

Schritt 1 · Trennen

Isolieren und Gruppen bilden

Stell Pferde mit Fieber oder Nasenausfluss sofort getrennt auf und teil alle übrigen in Gruppen: erkrankt, Kontakt gehabt, ohne Kontakt. Versorge immer zuerst die gesunden Pferde und zuletzt die kranken, mit eigener Kleidung, Einmalhandschuhen und eigenem Material für jede Gruppe.

Schritt 2 · Messen

Zweimal täglich Fieber messen

Miss bei allen Pferden im Stall morgens und abends die Temperatur und schreib sie in eine Tabelle. Fieber kommt, bevor das Pferd ansteckend wird: So erkennst du neue Fälle früh und trennst sie rechtzeitig.

Schritt 3 · Desinfizieren

Kontaktflächen reinigen und desinfizieren

Entferne erst Mist, Futterreste und Schleim. Dann desinfizierst du Tränken, Eimer, Tröge, Boxenwände, Türgriffe, Halfter und Putzzeug mit AnoKath® Stallhygiene: pur oder 1:2 bis 1:5 mit destilliertem Wasser, 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Das Wasser in der Tränke bereitest du mit AnoKath® TW auf.

Schritt 4 · Abszesse

Offene Abszesse sauber halten

Bricht ein Abszess am Kehlgang auf, läuft hochansteckender Eiter aus. Nimm ihn mit Einmaltüchern auf und sprüh die Stelle und die Haut rundherum mit AnoKath® AniSeptica Pet ein, etwa 3 bis 4 ml, es brennt nicht. In den ersten 2 bis 3 Tagen 2- bis 3-mal täglich, danach einmal täglich.

Schritt 5 · Atemwege und Futter

Atemwege pflegen, über das Futter begleiten

Für die Atemwege inhaliert dein Pferd 1- bis 2-mal täglich 15 bis 20 Minuten AnoKath® Natursole mit AnoKath® Atemfit (10 ml auf 1 Liter), zusammen helfen sie, festsitzenden Schleim zu lösen. Über das Futter gibst du AnoKath® Liquid für den Säure-Basen-Haushalt in der Genesung.

Dosierung AnoKath® Liquid: 20 ml je 100 kg Körpergewicht täglich, nur über das Futter, nie über das Trinkwasser und nicht mit der Maulspritze. Ein 500-kg-Pferd erhält 100 ml am Tag. Kur: 8 bis 12 Wochen. Bekommt dein Pferd Medikamente, gibst du das Liquid mindestens 30 Minuten danach.

Wie lange dauert ein Ausbruch?

Nach der Genesung scheiden die meisten Pferde den Erreger noch etwa 4 bis 6 Wochen aus. Stall und Paddocks gelten rund 2 Monate nach dem Ende des Ausbruchs als belastet, so lange bleibt die Hygiene-Routine.

Inhalator sauber halten

Maske, Schläuche und Vernebler nach jeder Sitzung gründlich reinigen, damit das Gerät keine Erreger weiterträgt. Wie das geht, steht im Ratgeber Inhalator reinigen.

Lymphknoten und Abszess

Geschwollene Lymphknoten und Abszess am Kehlgang (Ganasche): so pflegst du die Stelle

Die dicken Lymphknoten im Kehlgang sind das bekannteste Zeichen der Druse. Meist reifen sie zu Abszessen, die nach außen aufbrechen. So begleitest du dein Pferd durch diese Phase:

Die Schwellung reift

Die Lymphknoten unter dem Kiefer und hinter dem Kiefer schwellen an und reifen meist zu Abszessen. Sind die Lymphknoten hinter dem Kiefer betroffen, kann der Eiter auch nach innen in die Luftsäcke abfließen.

Der Abszess bricht auf

Ist der Abszess reif, bricht er auf, und dicker Eiter läuft aus. Drück ihn nie aus und stich ihn nicht auf. Der Eiter ist hochansteckend und gehört nicht auf Boden, Wände oder Putzzeug.

Die offene Stelle pflegen

Nimm den Eiter mit Einmaltüchern auf und sprüh die Stelle und die Haut rundherum mit AnoKath® AniSeptica Pet ein, etwa 3 bis 4 ml. Kurz antrocknen lassen, nicht nachspülen: in den ersten 2 bis 3 Tagen 2- bis 3-mal täglich, danach einmal täglich. Es brennt nicht und sorgt für eine saubere, hygienische Wundumgebung.

Nach jeder Versorgung: Einmalhandschuhe und Tücher verschlossen entsorgen, Hände gründlich waschen und die Kleidung wechseln, bevor du zu den gesunden Pferden gehst. Boden, Wand und Putzzeug rund um die Box desinfizierst du mit AnoKath® Stallhygiene.

Der direkte Vergleich

Der direkte Vergleich: unkoordiniertes Vorgehen gegen strukturiertes Druse-Management

Bei einem Druse-Ausbruch entscheidet die Routine im Stall. So unterscheidet sich das übliche „Wird schon“ vom koordinierten AnoKath® 5-Säulen-System:

Herkömmliches Vorgehen („Wird schon“)

Umfeld
Desinfektionsmittel direkt auf Mist und Schleim: Schmutz bremst die Wirkung.

Abszesse
Mittel mit Alkohol oder Jod brennen oft stark auf offenen Stellen.

Atemwege
Abwarten, bis der Nasenausfluss von allein aufhört.

Ausrüstung
Eimer, Halfter und Bürsten werden aus Bequemlichkeit gemeinsam genutzt.

Genesung
Fütterung und Stoffwechsel laufen nebenher.

Das koordinierte AnoKath® Druse-Management

Umfeld
Erst gründlich reinigen, dann mit AnoKath® Stallhygiene desinfizieren, 3 bis 5 Minuten Einwirkzeit.

Abszesse
AnoKath® AniSeptica Pet: ohne Alkohol und Jod, brennt nicht, für eine hygienische Wundumgebung.

Atemwege
Inhalation mit AnoKath® Natursole und Atemfit, 15 bis 20 Minuten.

Ausrüstung
Eigenes, desinfiziertes Material für jede Gruppe.

Genesung
AnoKath® Liquid über das Futter für den Säure-Basen-Haushalt.

Quarantäne

Quarantäne bei Druse: 5 Regeln für den Stall

Ampel im Stall

Teil die Pferde in drei Zonen: rot für erkrankte Pferde, gelb für Pferde mit Kontakt, grün für Pferde ohne Kontakt. Jede Zone hat eigene Wege, eigenes Material und, wenn möglich, eigene Betreuer.

Niemand kommt, niemand geht

Während der Quarantäne verlässt kein Pferd den Betrieb, und es kommt kein neues hinzu. Von Turnieren siehst du ab, auch mit Pferden ohne Anzeichen.

Schleuse an jeder Zone

Desinfektionsmatten oder -wannen am Eingang, Handhygiene, eigene Stallkleidung und Einmalhandschuhe je Zone. Schmied, Trainer und Besucher wechseln die Kleidung, bevor sie zum nächsten Stall fahren.

Tränken im Blick

Gemeinsam genutzte Tränken und Wasserbehälter sind ein Hauptweg. Sprüh Tränkebecken und Tröge täglich mit AnoKath® Stallhygiene ein und bereite das Wasser mit AnoKath® TW auf.

Neue Pferde erst isolieren

Neuzugänge stehen 14 bis 21 Tage getrennt und werden in dieser Zeit beobachtet, bevor sie zur Herde kommen.

Druse ist in Deutschland weder anzeige- noch meldepflichtig. Die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) empfiehlt trotzdem dringend eine Quarantäne des Betriebs und vor der Freigabe eine Reinigung und Desinfektion aller Stallgebäude und Einrichtungen, mit denen die erkrankten Pferde Kontakt hatten. Wie die Box sauber wird: Pferdebox desinfizieren.

Experten-Tipp von Armin Amberg

„Der größte Fehler bei einem Druse-Ausbruch ist eine unvollständige Desinfektion. Wer Desinfektionsmittel einfach auf klebrigen Schleim an Boxenwänden oder Tränken sprüht, verschenkt einen großen Teil der Wirkung, denn organische Verschmutzungen blockieren den Wirkstoff. Meine eiserne Regel: erst gründlich mechanisch reinigen, dann gezielt desinfizieren. Mit AnoKath® Stallhygiene desinfizierst du Türgriffe, Tränken und Futtertröge alkoholfrei, auch wenn die Pferde im Stall stehen. Und bricht ein Abszess am Kehlgang auf, versorgst du die Stelle gleich mit AnoKath® AniSeptica Pet, es brennt nicht.“

Armin Amberg · Sachverständiger für Infektionsschutz

FAQ

FAQ: Häufige Fragen zu Druse beim Pferd, Seuchenprävention und Rekonvaleszenz

Was ist Druse beim Pferd?

Druse ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der oberen Atemwege beim Pferd. Auslöser ist das Bakterium Streptococcus equi equi, das die Krankheit vor allem bei Pferden, Eseln und Maultieren auslöst. Typisch sind Fieber, eitriger Nasenausfluss und geschwollene Lymphknoten im Kehlgang, die zu Abszessen werden und aufbrechen. Druse gehört weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Pferden.

Warum verbreitet sich Druse so schnell?

Ein krankes Pferd scheidet über Nasensekret und Eiter Erreger aus, ab etwa 2 bis 3 Tage nach dem ersten Fieber und meist zwei bis drei Wochen lang. Weitergetragen werden sie direkt von Pferd zu Pferd und über Tränken, Eimer, Futtertröge, Putzzeug, Halfter, Decken, Hände und Kleidung. Dazu kommen Pferde, die den Erreger tragen, ohne krank zu wirken. Ohne konsequente Hygiene kann so in kurzer Zeit der ganze Stall betroffen sein.

Druse beim Pferd: Welche Symptome sind typisch und wann muss der Tierarzt kommen?

Das erste Zeichen ist meist Fieber von 39,4 bis 41,1 °C. 24 bis 48 Stunden später folgen schleimiger bis eitriger Nasenausfluss, Mattigkeit und geschwollene Lymphknoten unter dem Kiefer, die oft zu Abszessen werden. Sind die Lymphknoten hinter dem Kiefer betroffen, schluckt das Pferd schwer, atmet hörbar und streckt Kopf und Hals; viele Pferde fressen dann schlecht. Bei Fieber, dicken Lymphknoten oder eitrigem Nasenausfluss rufst du den Tierarzt, sofort bei Atemnot oder starken Schluckbeschwerden.

Wie lange ist die Inkubationszeit und wie lange ist ein Pferd ansteckend?

Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage. Ansteckend wird das Pferd etwa 2 bis 3 Tage nach dem ersten Fieber; in der Regel scheidet es den Erreger zwei bis drei Wochen aus, nach der Genesung oft noch 4 bis 6 Wochen. Bis zu 10 % der erkrankten Pferde werden zu Dauerausscheidern: Der Erreger zieht sich in die Luftsäcke zurück und kommt über Jahre immer wieder mit dem Nasensekret heraus. Darum bleibt die Hygiene-Routine mit AnoKath® Stallhygiene, bis der Stall freigegeben ist.

Ist Druse auf Mensch oder Hund übertragbar?

Der Erreger der Druse, Streptococcus equi equi, ist stark an Pferde angepasst: Krank werden vor allem Pferde, Esel und Maultiere. Beim Menschen sind Ansteckungen nur selten beschrieben, meist bei geschwächten Menschen; trag darum beim Versorgen der Abszesse Einmalhandschuhe und bring keinen Eiter an Mund oder Nase. Hunde und andere Tiere bleiben dem Druse-Stall fern, denn auch sie können den Erreger verschleppen. Vor allem aber tragen Menschen ihn an Händen, Kleidung und Schuhen von Pferd zu Pferd weiter. Darum: Hände waschen, Kleidung wechseln, Stiefel in der Desinfektionswanne reinigen und Putzzeug, Eimer und Türgriffe mit AnoKath® Stallhygiene desinfizieren.

Wie sieht eine wirksame Seuchenprävention im Stall aus?

Erkrankte Pferde sofort trennen und die übrigen in Zonen aufteilen: rot für erkrankte, gelb für Pferde mit Kontakt, grün für Pferde ohne Kontakt. Jede Zone bekommt eigenes Material (Mistgabeln, Eimer, Halfter, Putzzeug), eigene Stallkleidung und Einmalhandschuhe, am Eingang Desinfektionsmatten oder -wannen. Miss bei allen Pferden zweimal täglich Fieber. Während der Quarantäne verlässt kein Pferd den Betrieb, und es kommt keines hinzu. Kontaktflächen, Tränken und Zubehör desinfizierst du täglich mit AnoKath® Stallhygiene.

Warum ist die Vorreinigung bei der Stalldesinfektion so wichtig?

Bakterien verstecken sich unter organischen Krusten aus Mist, Futterresten, Speichel oder eingetrocknetem Eiter, und Schleim schützt sie zusätzlich. Diese Schicht bremst jedes Desinfektionsmittel aus. Erst wenn du die Flächen gründlich mechanisch von Schmutz und Schleim befreit hast, kann AnoKath® Stallhygiene seine volle Wirkung entfalten: pur oder 1:2 bis 1:5 mit destilliertem Wasser, 3 bis 5 Minuten Einwirkzeit.

Welches Desinfektionsmittel hilft bei Druse im Stall?

Druse wird von Bakterien ausgelöst, die an Flächen, in Tränken und am Zubehör haften. AnoKath® Stallhygiene ist bakterizid, levurozid, fungizid und begrenzt viruzid plus und reduziert 99,999 % der Keime im Stallbereich. Es ist für die gründliche Desinfektion nach Krankheitsfällen gedacht, wirkt mit Depotwirkung nach und lässt sich ohne Wartezeiten auch im belegten Stall anwenden, alkoholfrei und ohne stechende Dämpfe. Pur fein vernebelt senkt es auch die Keimlast in der Stallluft, zum Beispiel mit dem Air-Clean Hand-Desinfektionsgerät. Registriert bei der BAuA unter N-95573.

Wie unterstützt AnoKath® AniSeptica Pet mein Pferd bei aufgebrochenen Abszessen?

Brechen die geschwollenen Lymphknoten auf, läuft infektiöser Eiter aus. Nimm ihn mit Einmaltüchern auf und sprüh die Stelle und die Haut rundherum mit AnoKath® AniSeptica Pet ein, etwa 3 bis 4 ml, in den ersten 2 bis 3 Tagen 2- bis 3-mal täglich, danach einmal täglich. Das Spray ist ohne Alkohol und ohne Jod, pH-neutral eingeregelt und brennt nicht auf offenen Stellen. Es ist geprüft gegen Bakterien, Viren und Pilze und sorgt für eine saubere, hygienische Wundumgebung, ohne das geschwächte Pferd zusätzlich zu stressen.

Geschwollene Lymphknoten beim Pferd: Was hilft, gibt es Hausmittel?

Statt Hausmitteln zählen bei der Druse Geduld und Hygiene: Die geschwollenen Lymphknoten im Kehlgang reifen meist zu Abszessen, die von selbst aufbrechen, typischerweise 7 Tage bis 4 Wochen nach der Ansteckung. Drück den Abszess nie aus und stich ihn nicht auf, denn der Eiter ist hochansteckend. Ist der Abszess offen, nimmst du den Eiter mit Einmaltüchern auf, sprühst die Stelle mit AnoKath® AniSeptica Pet ein und lässt sie kurz antrocknen, ohne nachzuspülen: in den ersten 2 bis 3 Tagen 2- bis 3-mal täglich, danach einmal täglich.

Wie helfen Natursole-Inhalation und Atemfit dem Pferd bei Druse?

Die Natursole befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt die Selbstreinigung der Atemwege. Mit AnoKath® Atemfit gemischt (10 ml auf 1 Liter Natursole) hilft sie, festsitzenden Schleim zu lösen und abzuhusten. Inhaliert wird 1- bis 2-mal täglich 15 bis 20 Minuten, danach führst du das Pferd 15 bis 20 Minuten im Schritt. Als Kur: Natursole 14 bis 21 Tage, Atemfit 7 bis 14 Tage. Maske und Schläuche reinigst du nach jeder Sitzung.

Welche Spätfolgen kann Druse beim Pferd haben?

Die meisten sonst gesunden Pferde überstehen die Druse gut. Selten bilden sich Abszesse in anderen Lymphknoten des Körpers, etwa im Bauch oder in der Brust („Bastard-Druse“). Weitere mögliche Folgen sind die Purpura haemorrhagica, eine Entzündung der Blutgefäße (siehe Vaskulitis bei Pferden), eine Entzündung der Muskulatur und Eiter in den Luftsäcken, aus dem Dauerausscheider entstehen können. In der Genesung begleitest du dein Pferd mit AnoKath® Liquid über das Futter, für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, und hältst die Hygiene im Stall, bis er freigegeben ist.

Wann ist die Quarantäne vorbei? Druse-Test beim Pferd

Nach den Hinweisen der FN kann ein Betrieb frühestens vier Wochen nach der Genesung des zuletzt erkrankten Pferdes freigegeben werden. Bei jedem erkrankten Pferd wird mit Tests geprüft, ob es den Erreger noch ausscheidet: drei tiefe Nasentupfer oder besser drei Rachenspülproben im Abstand von 5 bis 7 Tagen per PCR oder eine Spülprobe beider Luftsäcke. Alle Proben müssen negativ sein. Zusätzlich gehören alle Stallgebäude und Einrichtungen, mit denen die kranken Pferde Kontakt hatten, gereinigt und desinfiziert, zum Beispiel mit AnoKath® Stallhygiene.

Sind die im Druse-Management eingesetzten AnoKath® Produkte offiziell geprüft und gemeldet?

Ja. Die Biozidprodukte sind bei der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) registriert, unter anderem: AnoKath® Stallhygiene N-95573, AnoKath® AniSeptica Pet N-108389 und AnoKath® Atemfit N-72962. AniSeptica Pet ist geprüft nach DIN EN 1040, 14347 und 14476, Atemfit viruzid (EN 14476), bakterizid (EN 1040) und fungizid (EN 1275). AnoKath® Natursole ist ein reines Pflegeprodukt aus Wasser und Salz, AnoKath® Liquid ein Ergänzungsfuttermittel. Alle sind ADMR-konform.

Über die Autoren

Ina & Armin Amberg: deine Experten für Stallhygiene und Tiergesundheit

Als Sachverständige für Tiergesundheit, Hygiene und Infektionsschutz wissen Ina und Armin Amberg, dass Infektionsketten wie bei der Druse vor allem über Flächen, Wasser und Hände laufen. Ihr Ansatz: gründlich reinigen, gezielt desinfizieren, offene Stellen ohne Brennen pflegen und das Pferd über Atemwege und Fütterung begleiten. Das AnoKath®-System haben sie in jahrelanger Zusammenarbeit mit einem promovierten Biologen entwickelt.

Mit ihrer Expertise bei AnoKath unterstützen sie Stallbetreiber, Züchter und Pferdehalter mit Lösungen für Stallhygiene, Wundumgebung, Atemwege und Fütterung. Fragen zur Druse? Kostenlose Beratung unter 0800 5466446 oder info@anokath.com. Mehr über AnoKath →

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Wichtiger Hinweis zur rechtlichen Abgrenzung: Druse ist eine hochansteckende, schwere Infektionskrankheit, die medizinische Behandlung gehört in tierärztliche Hände. Wird es nicht besser oder sind die Beschwerden stark, geh bitte zum Tierarzt – sofort bei Atemnot, starken Schluckbeschwerden, hohem oder anhaltendem Fieber und wenn dein Pferd nicht frisst oder sehr matt ist. AnoKath® Stallhygiene, AniSeptica Pet und Atemfit sind Biozidprodukte für die Hygiene, AnoKath® Natursole ist ein Pflegeprodukt für die Atemwege, AnoKath® Liquid ein Ergänzungsfuttermittel; alle lassen sich begleitend zur tierärztlichen Behandlung einsetzen. Kein Tierarzneimittel. Ersetzt keinen Tierarztbesuch. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.