Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist irreführend. Auslöser sind meist Allergene, die an Hautschuppen (Dander), Speichelresten oder feinen Partikeln haften. Diese verteilen sich in der Wohnung, setzen sich auf Kontaktflächen ab und bleiben in Textilien und Polstern länger erhalten. Deshalb können Beschwerden auch auftreten, wenn „kaum Haare sichtbar“ sind.
Die wichtigste Konsequenz: Allergene müssen primär entfernt werden (Reinigung/Filtration). Reine Duftüberdeckung bringt nichts – und reine Desinfektion ohne Reinigung ersetzt das Entfernen nicht.
Bislang gab es verschiedene Ansätze zur Bekämpfung von Tierhaarallergien. Dazu gehören allergenspezifische Immuntherapien, antiallergische Medikamente und natürlich das Vermeiden des Kontakts mit den allergieauslösenden Tieren. Letzteres ist jedoch oft schwer umsetzbar, insbesondere wenn Haustiere zur Familie gehören.