Oft startet die Erkrankung mit eher milden Anzeichen, ohne dass dein Hund insgesamt krank wirkt. Du bemerkst dann Veränderungen im Fressverhalten: mehr Grasfressen, wiederkehrendes Schmatzen oder plötzliches Hecheln, das schubweise auftritt („licky fits“). Bei einer versteckten Futtermittelunverträglichkeit zeigen viele Hunde anfangs großes Interesse an neuem Futter, werden später wählerisch, verweigern Mahlzeiten – bis du wieder umstellst und das Muster von vorne beginnt.
Solche unspezifischen Verdauungsprobleme behandeln viele zunächst wie einen normalen Magen-Darm-Infekt: mit Schonkost, Darmaufbau-Pulvern oder -Pasten, Spezialfutter, Magenschutz (z. B. Protonenpumpenhemmer), wiederholten Antibiotikagaben und teils auch Cortison. Häufig lindert das nur kurzfristig – danach kommen die Beschwerden zurück oder verschlechtern sich sogar.
In ganzheitlichen Tierpraxen gehören Hunde mit wiederkehrenden Verdauungsproblemen („Reizdarm“) zu den häufigsten Fällen. Immer öfter werden Patienten vorgestellt, bei denen bisherige Diagnosen und Therapien nicht greifen. Diese Hunde zeigen dann Appetitlosigkeit, Nervosität und wechselnden Stuhlgang. Als mögliche Ursache rückt eine chronische Darmentzündung (IBD) in den Fokus: Sie ist verbreitet, kann viele unterschiedliche Symptome auslösen und wird nicht selten erst spät erkannt – oft erst nach einem langen Weg aus Untersuchungen und Therapieversuchen.