Desinfektionsmittel für Physiotherapie: AnoKath Medical Zu Inhalt springen
Behandlungsraum einer Physiotherapie-Praxis mit schwarzer Kunstleder-Behandlungsliege, Kissen und Papierrollenhalter, Titelbild zum Ratgeber Desinfektionsmittel für die Physiotherapie

Desinfektionsmittel für die Physiotherapie: AnoKath Medical

Rund 44.000 Physiotherapie-Praxen versorgen in Deutschland gesetzlich Versicherte, meldet der Heilmittel-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO); auf die Physiotherapie entfallen 82,4 % aller abgerechneten Heilmittelverordnungen. Fast die Hälfte der Patientinnen und Patienten ist 60 Jahre und älter (WIdO, AOK-Versicherte), viele liegen am Tag auf derselben Behandlungsliege, und kaum ein Beruf hat so viel direkten Hautkontakt. Wer ein Desinfektionsmittel für die Physiotherapie sucht, braucht deshalb ein Mittel, das zwischen zwei Terminen schnell wirkt und Kunstleder, Kunststoff und Gerätedisplays nicht angreift. Genau dafür gibt es AnoKath® Medical: alkoholfrei, ohne entflammbare Dämpfe, nahezu geruchlos, und nach 60 Sekunden ist die Liege wieder frei, auch wenn sie noch feucht ist. Dieser Ratgeber zeigt, was Studien gefunden haben, was in den Hygieneplan gehört und wie Sie richtig desinfizieren.

Wie viele Keime sitzen auf Liegen, Elektroden und Schallköpfen?

Die Studien dazu stammen aus dem Ausland, ihre Befunde sind aber deutlich:

  • Elektroden: In einer spanischen Studie mit 19 Physiotherapie-Zentren wuchsen auf 83 von 201 Proben Keime. Am stärksten belastet waren Schwammelektroden mit mehr als 20 Bakterienarten, darunter Staphylococcus aureus und E. coli; auf Einweg-Klebeelektroden fand sich nichts (Pérez-Fernández u. a. 2020).
  • Ultraschall: In Australien waren 27 % der Therapie-Schallköpfe und 28 % der Gele kontaminiert (Schabrun u. a. 2006). In neun ambulanten Praxen in Tennessee waren die Spitzen der Gel-Flaschen am stärksten belastet: 52,7 % trugen Bakterien, 3,6 % MRSA (Spratt u. a. 2014).
  • Liegen: In einer US-Ausbildungsstätte für Physiotherapie wuchsen auf 47 von 88 Abstrichen von Liegen und Geräten Keime, darunter Staphylococcus aureus und einmal MRSA (Dhagat u. a. 2015). In 14 kanadischen Chiropraktik-Praxen saß MRSA auf Liegen in drei Praxen, eine Papierauflage am Kopfteil hielt die Bakterien wirksam ab (Puhl u. a. 2011).

Ein Keimfund ist noch keine Ansteckung, Infektionen hat keine dieser Studien gemessen. Laut Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist das Infektionsrisiko in therapeutischen Praxen „in den überwiegenden Fällen“ nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung, bei besonderem Klientel wie Menschen mit offenen Beinen kann es sich aber ändern. Und die Studien zeigen, was wirkt: Das Desinfizieren der Schallköpfe entfernte in Tennessee 90,9 % der Keimbelastung.

Desinfektionsmittel für die Physiotherapie: AnoKath® Medical

AnoKath® Medical ist ein alkoholfreies Flächendesinfektionsmittel auf Basis hypochloriger Säure (HClO), pH-neutral eingeregelt, ohne Aldehyde und ohne quartäre Ammoniumverbindungen (QAV). Denselben Wirkstoff bildet auch die körpereigene Abwehr (Block und Rowan 2020). Unter den Anwendungsbereichen nennt die Produktseite an erster Stelle die medizinische und therapeutische Praxis: Behandlungsliegen, Geräte, Arbeitsflächen und Inventar. Im Praxisalltag zählen vor allem diese Vorteile:

  • Schnell wieder frei zwischen zwei Terminen: Nach mindestens 60 Sekunden Einwirkzeit ist die Liege wieder nutzbar, auch wenn sie noch feucht ist. Nachspülen ist nicht nötig, die Lösung zerfällt in Wasser und Salz. Für Flächen, die regelmäßig schnell wieder benutzt werden, hält die Kommission für Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut Mittel mit kurzer Einwirkzeit für sinnvoll.
  • Schonend zu Kunstleder-Liegen: Alkoholhaltige Mittel machen Kunstleder-Behandlungsliegen, Kunststoffe, Acrylglas und Displays auf Dauer blind, spröde und rissig; AnoKath® Medical greift diese empfindlichen Strukturen nicht an. Auch die KRINKO nennt Alkohole unverträglich mit Acrylglas, Weich-PVC und Polystyrol und QAV mit einigen Kautschukbelägen. Medical enthält beides nicht.
  • Keine entflammbaren Dämpfe: Alkoholische Desinfektionsmittel sind laut BGW entzündbar, Elektrogeräte können Zündquellen sein. Neben Reizstrom- und Ultraschallgeräten ist alkoholfrei die naheliegende Wahl.
  • Nahezu geruchlos: Es entsteht nur ein schwacher, nicht stechender Geruch, der beim Trocknen verfliegt, angenehm im geschlossenen Behandlungsraum mit Patientinnen und Patienten.
  • Breite Wirkung: wirksam gegen Bakterien, Hefen, Pilze und Pilzsporen und begrenzt viruzid, also auch gegen behüllte Viren wie Corona- und Grippeviren. Im Gutachten von K2 Hygiene reduzierte schon eine 20-%-Lösung Bakterien um mehr als 99,999 % (EN 1040). Nach Aussage des Gutachters wirkt Medical zudem in nur einer Minute gegen Adeno- und Noroviren, unbehüllte Viren, die als besonders widerstandsfähig gelten.
  • Hautverträglich bei Kontakt: Dermatest „sehr gut“. Medical gehört trotzdem nur auf Flächen und Gegenstände, nicht auf Haut und Hände.

Die 500-ml-Sprühflasche passt in jeden Behandlungsraum, 1 und 5 Liter dienen zum Nachfüllen. Pro Quadratmeter brauchen Sie etwa 30 bis 50 ml, 500 ml reichen für etwa 10 bis 16 m². Auch für Textilien und Polster wie Lagerungskissen ist Medical vorgesehen; testen Sie dort und bei nicht passivierten Metallen vorab an einer unauffälligen Stelle. Für die großflächige Desinfektion von Böden ist Medical nicht vorgesehen.

Was kann in der Praxis übertragen werden?

Staphylokokken und MRSA: Laut Robert Koch-Institut (RKI) wird MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) meist über die Hände übertragen, aber auch über die unbelebte Umgebung; bei Gesunden in Mitteleuropa ist er noch selten. Die BGW rät therapeutischen Praxen, MRSA in ihren Hygieneanweisungen zu berücksichtigen, etwa in der Physiotherapie, wenn ältere Menschen zurück in die Selbstständigkeit begleitet werden. Mehr im Ratgeber MRSA.

Erkältungs- und Grippeviren: Virushaltige Tröpfchen landen auf Türklinken und Griffen und gelangen über die Hände an Nase oder Mund (IQWiG). In der 43. Kalenderwoche 2026 meldete das RKI rund 6.200 akute Atemwegserkrankungen je 100.000 Einwohner, vor allem durch Rhino- und Enteroviren, und einen allmählichen Anstieg bei Corona- und Grippeviren.

Hygieneplan in der Physiotherapie: Was ist Pflicht?

Ein eigenes Hygienegesetz für Physiotherapie-Praxen gibt es nicht. Die Pflichten ergeben sich aus mehreren Regeln (ein Überblick, keine Rechtsberatung):

  • Mit Angestellten: Biostoffverordnung und TRBA 250 (Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe) verlangen vor Beginn der Tätigkeit eine Gefährdungsbeurteilung und einen schriftlichen Hygieneplan zu Reinigung und Desinfektion; Physiotherapie ist dort Beispiel für Schutzstufe 1, die niedrigste Stufe. Die BGW rät zu einem Reinigungs- und Desinfektionsplan mit Mittel, Konzentration, Einwirkzeit und Zuständigkeit, der aushängt.
  • Mit Kassenzulassung: Die Zulassungsvoraussetzungen zum Physiotherapie-Vertrag mit dem GKV-Spitzenverband verlangen in jedem Behandlungsraum die Möglichkeit zur Händedesinfektion und desinfizierbare Fußböden.
  • Infektionsschutzgesetz: Die Hygieneplan-Pflicht nach § 23 Abs. 5 nennt Physiotherapie-Praxen nicht. Für „Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe“, zu denen das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg Physiotherapie-Praxen zählt, verlangt § 23 Abs. 3 Maßnahmen nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft; als eingehalten gilt er, wenn die KRINKO-Empfehlungen beachtet werden. Einzelheiten regeln die Länder.

Und was empfiehlt die KRINKO? Flächen, die nacheinander mit der Haut verschiedener Patienten in Kontakt kommen, etwa Kontaktflächen von Patientenliegen und Kopfstützen, sollen nach jeder Benutzung desinfizierend gereinigt oder desinfiziert werden. Die physikalische Therapie ordnet die KRINKO den Bereichen mit möglichem Infektionsrisiko zu. Der Länder-Rahmenhygieneplan für Reha-Einrichtungen nennt für Massagebänke eine frische Papierauflage oder ein eigenes Laken je Patient und den Wechsel der Reizstrom-Elektroden nach jedem Patienten. Mit AnoKath® Medical passt das in den Takt zwischen zwei Terminen: Tragen Sie es mit „unverdünnt, mindestens 60 Sekunden“ in Ihren Desinfektionsplan ein.

Tipps für den Praxisalltag

  1. Hände desinfizieren: vor und nach jeder Behandlung, so KRINKO und BGW.
  2. Papierauflage je Patient: frische Papierrolle oder eigenes Laken auf Liege und Kopfstütze.
  3. Grob vorreinigen: Massageöl, Gel und sichtbaren Schmutz zuerst abwischen.
  4. AnoKath® Medical wischend auftragen: auf ein sauberes Tuch sprühen und die Kontaktflächen vollständig benetzen, also Kopfstütze, Armauflagen, Griffe und Bedienschalter. Wo desinfiziert werden muss, verlangt die BGW Wischen statt Sprühen.
  5. 60 Sekunden warten: Danach ist die Liege wieder frei, Restfeuchte bei Bedarf mit einem Papiertuch abnehmen.
  6. Kleingeräte mitnehmen: Gel- und Ölflaschen samt Spitze, Hanteln, Bälle und Lagerungsrollen mit abwischbarem Bezug; Gels und Öle verschlossen aufbewahren.
  7. Elektroden und Schallköpfe: Schwammelektroden nach jedem Patienten wechseln oder Einweg-Klebeelektroden nutzen, Schallköpfe nach jeder Behandlung von Gel befreien und wischend desinfizieren; bei Medizinprodukten gelten zusätzlich die Pflegeangaben des Geräteherstellers.
  8. Beschädigte Polster erneuern: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg nennt eine wischdesinfizierbare Liegenoberfläche ohne Beschädigungen; rissiges Kunstleder erfüllt das nicht mehr.

Häufige Fragen

Welches Desinfektionsmittel eignet sich für Behandlungsliegen?

Eines, das kurz einwirkt und Kunstleder schont: AnoKath® Medical ist alkoholfrei und ohne QAV, wirkt in 60 Sekunden, braucht kein Nachspülen und bildet keine entflammbaren Dämpfe, auch nicht neben Elektrotherapiegeräten.

Wie oft muss die Behandlungsliege desinfiziert werden?

Laut KRINKO sollen Kontaktflächen von Patientenliegen nach jeder Benutzung desinfizierend gereinigt oder desinfiziert werden. Mit 60 Sekunden Einwirkzeit passt das zwischen zwei Termine.

Braucht eine Physiotherapie-Praxis einen Hygieneplan?

Mit Angestellten ja, nach Biostoffverordnung und TRBA 250. Auch ohne Angestellte hilft er, weil er festhält, was wann womit desinfiziert wird.

Darf AnoKath® Medical auf die Hände?

Nein, Medical ist nur für Flächen und Gegenstände bestimmt, für die Hände ist die Händedesinfektion da. Rund ein Drittel der Beschäftigten im Gesundheitswesen hat im Laufe des Lebens ein Handekzem (33,4 %, Yüksel u. a. 2024), die BGW empfiehlt deshalb einen Hautschutzplan. Wird die Haut an den Händen nicht besser oder sind die Beschwerden stark, gehen Sie bitte zum Arzt.

Fazit

Auf Liegen, Elektroden und Schallköpfen finden Studien Keime, darunter Staphylokokken und vereinzelt MRSA, auch wenn das Infektionsrisiko in den meisten Praxen nicht höher ist als in der Allgemeinbevölkerung. Am wichtigsten sind saubere Hände, eine Papierauflage je Patient und die Desinfektion der Kontaktflächen nach jeder Behandlung, festgehalten im Hygieneplan. AnoKath® Medical bietet dafür, was in der Praxis zählt: alkoholfrei, schonend zu Kunstleder, nahezu geruchlos und nach 60 Sekunden wieder frei. Mehr in den Beiträgen Desinfektionsmittel für Fitnessstudios und Desinfektionsmittel ohne Alkohol und im Ratgeber Oberflächen desinfizieren.


Passend dazu: AnoKath® Medical

AnoKath® Medical ist das alkoholfreie, nahezu geruchlose Flächendesinfektionsmittel für Physiotherapie, Praxis und Studio: wirksam gegen Bakterien, Hefen, Pilze und Pilzsporen, begrenzt viruzid, materialschonend zu Kunstleder-Behandlungsliegen, Kunststoffen und Displays und nach 60 Sekunden wieder nutzbar. Als 500-ml-Sprühflasche und in 1 und 5 Litern zum Nachfüllen, registriert bei der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) unter N-72767, hergestellt in Deutschland. Nur für Flächen und Gegenstände, nicht für Haut und Hände. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Quellen:

Titelbild: Grafik AnoKath, Foto: Nightingale Home nurse auf Unsplash (Unsplash-Lizenz).

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