Hirschlausfliege Pferd: Bissstellen pflegen mit AnoKath Zu Inhalt springen
Braun-weiß geschecktes Pferd mit heller Mähne im Herbstwald, Titelbild zum Ratgeber Hirschlausfliege beim Pferd

Hirschlausfliege Pferd: entfernen und Bissstellen pflegen mit AnoKath

Ein sonniger Herbsttag, ein Ausritt durch den Laubwald, und plötzlich schlägt Ihr Pferd mit Schweif und Hinterbeinen, bockt oder will nur noch weg. Dahinter kann eine Hirschlausfliege stecken: ein flaches, flügelloses Insekt, das durchs Fell krabbelt und Blut saugt. Wer danach „Hirschlausfliege Pferd“ sucht, will vor allem drei Dinge wissen: Was ist das, wie bekomme ich sie aus dem Fell, und was tue ich mit den Bissstellen? Für den letzten Schritt gibt es AnoKath® AniSeptica Pet: Das Wundspray ohne Alkohol und Jod desinfiziert Bissstellen und aufgescheuerte Haut, ohne zu brennen. Das AnoKath® AniSeptica Wundgel legt danach einen atmungsaktiven Schutzfilm darüber.

Was ist die Hirschlausfliege?

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) ist eine Lausfliege und keine Zecke, wird laut dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart aber gelegentlich mit einer verwechselt. Sie ist nur etwa drei bis vier Millimeter groß (Umweltbundesamt), flach und hat kräftige Klauen (Norwegisches Institut für öffentliche Gesundheit, FHI). Ihre eigentlichen Wirte sind Rehe und Hirsche. Die Fliegen warten in Büschen und Bäumen und werfen ihre Flügel ab, sobald sie auf einem Tier gelandet sind; danach können sie nie wieder fliegen. Menschen, Hunde und Pferde sind zufällige Wirte, auf denen sich die Fliege nicht vermehren kann.

Ihre Zeit ist der Herbst. Laut CVUA werden Pferde und Menschen „nahezu ausschließlich im Herbst“ befallen. In Norwegen wurden suchende Hirschlausfliegen von Anfang August bis Mitte November beobachtet, mit einem deutlichen Gipfel Ende September (Mysterud u. a. 2016). In der Uckermark gelangen fast alle Funde Ende September, ausnahmslos in Laub- oder Mischwäldern (Jentzsch und Menzel 2010). Erst unter 5 °C sind die Fliegen laut FHI nicht mehr aktiv.

Hirschlausfliege oder Pferdelausfliege?

Die Pferdelausfliege (Hippobosca equina) ist mit rund 6 bis 10 Millimetern deutlich größer, behält ihre Flügel und lebt vor allem auf Pferden (Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg; MSD Veterinary Manual). In einer polnischen Studie war sie von Mitte Juni bis Ende Juli am häufigsten (Sokół und Michalski 2015). Klein und flügellos nach dem Waldritt im Herbst spricht also für die Hirschlausfliege. Für die Pflege der Bissstellen spielt die Art keine Rolle.

Hirschlausfliege Pferd: Bissstellen pflegen mit AnoKath® AniSeptica

Stiche der Hirschlausfliege sind laut CVUA Stuttgart sehr schmerzhaft. Bei Pferden wurden Unruhe und Juckreiz beobachtet (Veterinärinstitut Oslo), und von der Pferdelausfliege ist bekannt, dass befallene Pferde sich an Pfosten und Bäumen scheuern (Maślanko u. a. 2022). So wird aus einem kleinen Stich schnell eine aufgescheuerte Hautstelle am Schweif oder an der Mähne. Hier setzt die Routine aus zwei AnoKath-Produkten an:

  1. Desinfizieren mit AnoKath® AniSeptica Pet: Das gebrauchsfertige Wundspray ist ein registriertes Biozidprodukt für die Hygiene im Veterinärbereich auf Basis hypochloriger Säure. Es desinfiziert die Wunde und ihr Umfeld, geprüft gegen Bakterien, Viren und Pilze nach DIN EN 1040, DIN EN 14347 und DIN EN 14476, mit 99,999 % Keimreduktion. Weil es ohne Alkohol und Jod auskommt und pH-neutral eingeregelt ist, brennt es auch auf offenen Hautstellen nicht: kein Brennen, kein Abwehrverhalten. Bei einem Pferd, das ohnehin aufgeregt ist, zählt das doppelt. Großzügig aufsprühen, antrocknen lassen, nicht nachspülen.
  2. Schützen mit dem AnoKath® AniSeptica Wundgel: Nach dem Antrocknen sprühen Sie das Gel auf die versorgte Stelle, ohne es einzureiben. Es legt sich als atmungsaktiver Schutzfilm darüber und hält Schmutz, Staub und Insekten fern. Die zähflüssige Gelform haftet auch bei Bewegung, im Stall und auf dem Paddock, also gerade an Stellen, die durch Bewegung und Reibung beansprucht werden, etwa unter dem Schweif.

Laut Produktseite wiederholen Sie die Wundversorgung in den ersten zwei bis drei Tagen zwei- bis dreimal täglich und einmal täglich, sobald sich eine Kruste bildet. AniSeptica Pet ist farblos, nahezu geruchlos und ADMR-konform (Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung), also auch im Turniersport einsetzbar.

Wo sitzen Hirschlausfliegen am Pferd?

Laut CVUA Stuttgart reagieren Pferde auf die Stiche mit Bein- und Schweifschlagen, gelegentlich auch panikartig mit Steigen und sich zu Boden werfen. Bleiben Sie darum aufmerksam, sobald Ihr Pferd im Herbstwald unruhig wird, und rechnen Sie mit plötzlichem Schlagen, Bocken oder Losstürmen.

Hirschlausfliegen werden durch Bewegung und große, dunkle Objekte angelockt (Kaitala u. a. 2009), ein Pferd mit Reiter passt genau in dieses Muster. Im Fell suchen sie warme Stellen; in Versuchen mit Menschen bevorzugten sie die wärmsten Körperbereiche (Kortet u. a. 2010). Für die Pferdelausfliege sind Damm, After und Schenkelinnenseiten belegt (Maślanko u. a. 2022). Suchen Sie nach dem Ausritt gezielt:

  • unter der Schweifrübe und am Schweifansatz,
  • zwischen den Hinterbeinen und an den Schenkelinnenseiten,
  • im Mähnenkamm.

Hirschlausfliegen beim Pferd entfernen

Hirschlausfliegen sind flach und lederartig. Gegen die Haut lassen sie sich nicht zerdrücken; das FHI rät, sie mit den Fingern abzukneifen und wegzuwerfen, und zwar möglichst früh, bevor sie tiefer ins Haar kommen. Beim Pferd helfen diese Handgriffe aus der Praxis:

  • Mähnenspray oder Babyöl: Sprühen Sie die Stelle, etwa den Schweifansatz oder die Mähne, satt mit einem silikonhaltigen Mähnen- und Schweifspray ein oder reiben Sie etwas Baby- oder Kokosöl ein. Das Haar wird glatt, und Sie kämmen die Fliegen mit einem feinen Flohkamm heraus.
  • Klebeband: Halten Sie beim Putzen nach dem Ausritt einen Streifen Gewebeband bereit. Taucht die Fliege kurz an der Oberfläche auf, drücken Sie das Band fest darauf und ziehen sie aus dem Fell.
  • Abwaschen: Sitzen viele Fliegen im Schweif oder an den Beinen, waschen Sie die Stellen mit lauwarmem Wasser und einem milden Pferdeshampoo aus.
  • Gel-Trick: Geben Sie einen dicken Tropfen AnoKath® AniSeptica Wundgel direkt auf die Fliege. Das zähe Gel hält sie fest, und Sie holen sie mit dem Flohkamm oder den Fingern heraus.

Schutz beim Ausreiten im Herbst

Gegen Hirschlausfliegen gibt es kaum wirksame Abwehrmittel. In einem Versuch der Penn State University hielt keines von fünf gängigen Mitteln (DEET, IR3535, Icaridin, Zitroneneukalyptus-Öl, Permethrin) die Fliegen messbar besser ab als Wasser; Permethrin tötete sie nach dem Kontakt aber schnell, im Mittel nach gut einer halben Stunde (Skvarla u. a. 2024). Getestet wurden Mittel für Menschen, nicht für Pferde. Wichtig im Stall: Permethrin ist für Katzen giftig (MSD Veterinary Manual). Was im Alltag hilft:

  • Waldgebiete meiden: Das CVUA Stuttgart rät, gegebenenfalls bestimmte Waldgebiete zu meiden. Hirschlausfliegen bleiben meist im Wald und fliegen selten mehr als etwa 45 Meter ins Offene (Penn State Extension).
  • Ausreitdecke: Eine engmaschige Fliegenausreitdecke mit Halsteil und Bauchlatz deckt bei starkem Befall einen großen Teil des Pferdekörpers ab.
  • Helle Kleidung für Sie: Hirschlausfliegen landeten in Versuchen häufiger auf dunkler als auf weißer Kleidung (Kortet u. a. 2010).

Tipps für den Alltag

  1. Ein schlagendes Pferd zuerst sichern, dann in Ruhe absuchen: Schweifrübe, Schenkelinnenseiten, Mähnenkamm.
  2. Früh entfernen: abkneifen, auskämmen oder mit Klebeband abnehmen.
  3. Bissstellen versorgen: erst AnoKath® AniSeptica Pet, nach dem Antrocknen das AniSeptica Wundgel.
  4. Putzkiste packen: Flohkamm, Gewebeband, Mähnenspray und die beiden Sprays.
  5. Fliegenreiche Waldstücke merken und im Herbst eine andere Runde reiten.

Häufige Fragen

Ist die Hirschlausfliege für Pferde gefährlich?

Die Stiche sind sehr schmerzhaft, und Pferde reagieren heftig. Laut CVUA Stuttgart handelt es sich aber meist um einen Einzelbefall. In Hirschlausfliegen wurden häufig Bakterien der Gattung Bartonella gefunden; eine Übertragung auf Pferde ist laut einer Übersichtsarbeit der Veterinärmedizinischen Universität Wien nicht belegt (Frisch u. a. 2023).

Was hilft bei Bissen der Hirschlausfliege beim Pferd?

Fliege entfernen, Bissstelle mit AnoKath® AniSeptica Pet desinfizieren und antrocknen lassen, dann AnoKath® AniSeptica Wundgel als Schutzfilm aufsprühen. Das Spray brennt nicht, das Gel haftet auch dort, wo sich das Pferd scheuert.

Kann die Hirschlausfliege auch Menschen beißen?

Ja, Menschen sind zufällige Wirte. Die Stiche können juckende Knötchen hinterlassen, die nach 6 bis 24 Stunden auftreten und mehrere Wochen, bei manchen bis zu einem Jahr bleiben (Härkönen u. a. 2009). Dass Hirschlausfliegen Bartonella auf Menschen übertragen, ist nicht bewiesen; Waldarbeiter in Deutschland hatten nicht häufiger Antikörper als andere (Buntrock u. a. 2025). AniSeptica Pet und das Wundgel sind nur für Tiere bestimmt.

Wann sollte das Pferd zum Tierarzt?

Wird es nicht besser oder sind die Beschwerden stark, etwa bei nässenden, geschwollenen Stellen oder wenn sich Ihr Pferd in Panik verletzt hat, gehen Sie bitte zum Tierarzt. Fragen Sie dort auch nach, bevor Sie ein Mittel mit Permethrin einsetzen.

Fazit

Die Hirschlausfliege ist beim Pferd eine Herbstplage aus dem Wald: selten, aber mit schmerzhaften Stichen und heftigen Reaktionen. Absuchen, früh entfernen und fliegenreiche Waldstücke meiden sind die wichtigsten Schritte; die Bissstellen desinfizieren Sie mit AnoKath® AniSeptica Pet und schützen sie mit dem AniSeptica Wundgel. Mehr zu kleinen Wunden im Ratgeber Wundbehandlung bei Tieren, zu Juckreiz im Sommer im Ratgeber Sommerekzem beim Pferd.


Passend dazu: AnoKath® AniSeptica Pet und Wundgel

AnoKath® AniSeptica Pet ist ein gebrauchsfertiges Wundspray für Tiere ohne Alkohol und Jod auf Basis hypochloriger Säure: Es desinfiziert Wunde und Wundumfeld, brennt nicht und ist geprüft gegen Bakterien, Viren und Pilze. Das AnoKath® AniSeptica Wundgel ist der zweite Schritt: Es legt sich als atmungsaktiver Schutzfilm über die versorgte Stelle und hält Schmutz und Insekten fern. Beide sind bei der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) registrierte Biozidprodukte (N-108389), hergestellt in Deutschland. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Quellen:

Titelbild: Grafik AnoKath, Foto: ali messlmani auf Unsplash (Unsplash-Lizenz).

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